Freitag, 10. September 2010

Schlechter Tag für das Deutsche Team

Yoyogi National Gymnasium

Heute gibt es leider nicht so viel zu berichten wie in den letzten Tagen, denn ich war heute im Yoyogi National Gymnasium um mir den zweiten Tag der Judo Weltmeisterschaften anzuschauen.
 Das Yoyogi National Gymnasium wurde für die Olympischen Spiele 1964 nach einem Entwurf vom Architekten Kenzo Tange gebaut. Das Bauwerk zählt durch eine gelungene Umsetzung japanischer Bautradition in eine moderne Architekturkonzeption zu den Schönsten, die Japan zu bieten hat. 
Um 9 Uhr haben die Vorkämpfe der heutigen Gewichtsklassen, Männer -90kg, Männer -81kg und Frauen -70kg, begonnen. Das Deutsche Team hatte mit Ole Bischof, der Olympiasieger 2008 in Peking wurde, eigentlich ganz gute Starter. Bischof überzeugte auch in seinem ersten Kampf und konnte mit einer blitzschnellen Schulterwurftechnik vorzeitig den Sieg holen. In seinem nächsten Kampf verlor er jedoch gegen Elmont Guillaume aus den Niederlanden und schied somit aus. Die beiden Frauen der deutschen Auswahl, Iljana Marzok und Kerstin Thiele, konnten schon nach ihren ersten Kämpfen duschen gehen. Beide haben mit einem Armhebel verloren.

Ein bisschen traurig vom Ausscheiden aller Deutschen Kämpfer ließ ich mir aber trotzdem nicht die Freude am spannenden, schnellen und technisch genialen Judo nehmen und verfolgte die Wettkämpfe mit sehr viel Begeisterung. Denn dieses Ereignis ist schließlich der Grund warum ich überhaupt nach Tokio gereist bin.

Die Vorrundenkämpfe gingen bis 15 Uhr, denn es waren eine Vielzahl an Judoka an den Start gegangen. In der Gewichtsklasse -81 kg waren ja allein schon 80 der weltbesten Athleten vertreten. Aber jetzt hatte ich zwei Stunden Zeit um mir etwas zu essen zu holen und mir die nähere Umgebung ein wenig anzuschauen. Kaum bin ich ein paar Meter gelaufen, dachte ich, ich bin irgendwo in Europa. Eine große Allee mit allerfeinsten Boutiquen aus Paris und Mailand. Lediglich er Linksverkehr und die japanische Nummernschilder haben mich dran erinnert, dass ich am anderen Ende der Welt bin.

Nach der Erkundungstour und einem kleinen Snack bin ich zurück zur Halle, denn die Pause war fast vorbei. Als ich gerade zu meinem Platz gehen wollte habe ich allerdings Ole Bischof, der sich mit einem anderen Judoka unterhalten hat,  getroffen und ihm nach einem Foto gefragt und ein wenig gefachsimpelt. Anschließend habe ich mir bis 20 Uhr die letzten Kämpfe des heutigen Tages angeschaut und bin danach zurück zum Hotel gefahren.

Und jetzt geht es ab ins Bett.  -  Ach nein! Heute erkunde ich das Nachtleben von Tokio. Es soll ja einiges im Angebot sein.

Grüße aus Japan

Basti

3 Kommentare:

  1. Komm Basti, dann spingst du jetzt einfach für die Deutschen ein und rettest unsere Ehre! Mach sie platt! ;)
    Richi

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  2. :) gute idee!
    ab auf die matte!!

    ...und nicht zu viel trinken^^
    Tanja:)

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  3. Coole Sache, sogar ein Bild mit dem Ole :)

    Cheers, Stephan

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